In den Redaktionen kam die erste Reuters-Meldung heute um 10:50 Uhr an: Ein Flugzeug der Turkish Airlines ist in Amsterdam beim Landeanflug abgestürzt. Aufmerksame Twitter-Nutzer wissen da schon seit 10 Minuten Bescheid. Denn bereits um 10:40 Uhr meldete der Twitter-Nutzer „nipp“: „Ich schaue grade auf ein abgestürztes Flugzeug nahe Schiphol.“ Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter den Twitter-Nutzern. Immer neue Augenzeugen greifen zu Notebook, Blackberry und iPhone und twittern über das, was sie sehen. „Oh mein Gott! Ein FLUGZEUGABSTURZ nur drei Meilen von hier entfernt WO ICH GRADE SITZE!“ meldet sich die Twittererin „ninjoo“ aufgeregt.
Kaum hat sich die Nachricht auch in den Massenmedien verbreitet, wimmelt es auf Twitter von Meldungen. Viele Redaktionen twittern inzwischen selbst und tragen die Eilmeldung immer weiter. Innerhalb von Minuten laufen Tausende von Nachrichten auf, die sich um den Absturz in Amsterdam drehen. Die Suche nach den Zeugen vor Ort beginnt – Twitter-Nutzer und Journalisten haben den Wettlauf um den ersten Augenzeugen begonnen. Twitter dient als Durchlauferhitzer: Immer neue Details werden verbreitet, abgeschrieben, korrigiert. Wer hat neue Opferzahlen? Wer hat die besten Bilder? Auch der Link zum Livestream des Flughafenfunks kursiert – jeder will unmittelbar hören, was vor Ort passiert.
CNN bringt 2 Twitter-Bilder in einer Endlosschleife, um die Zuschauer live über die noch sehr unklaren Details des Absturzes zu unterrichten. Auch bei „nipp“ klingelt das Telefon unaufhörlich – zuerst wird er vom niederländischen Radiosender „3fm“ interviewt, dann rufen Journalisten aus Übersee an. Dabei hat er erst vor ein paar Wochen mit dem Twittern angefangen – nun folgen über 500 Twitter-Nutzer jedem Wort, das er zu berichten hat...
Mit mittlerweile annähernd 6 Millionen Usern hat Twitter mittlerweile die kritische Masse erreicht, sodass bei fast jedem Ereignis irgendwo ein Twitterer in der Nähe ist. So erlebte Twitter bei der spektakulären Flugzeug-Notwasserung auf dem Hudson-River einen gewaltigen Medienhype, weil auf Twitter erste Bilder von den Rettungsmaßnahmen zu sehen waren, auch bei den Anschlägen von Bombay konnten sich Journalisten und Neugierige via Twitter über die neuesten Details informieren.
Twitter-Tipps auf Prevential: How to Attract and Influence People on Twitter — The Ultimate Twitter Resource.
Twitter-Badges zur freien Verwendung auf: ustandout.com
Gedanken, Meinung, Infos & More zu: Google & Co, Medien, Marketing, Kunst, Music & Fun seit 2002...
Mittwoch, 25. Februar 2009
Dienstag, 24. Februar 2009
Twitter-Guide für Unternehmer
Scott Allen zeigt, wie man Twitter als Unternehmer einsetzen kann: Twitter for Entrepreneurs - Part 1: Getting Started
Auf Pistachio gibts eine gute Übersicht zum Thema "Twitter for Business" und zur aktuellen Medien-Berichterstattung über Twitter. Und darüber, wie Werbeagenturen mit "disruptive technologies" wie Twitter umgehen sollten, berichtet AdvertisingAge.
Auf Pistachio gibts eine gute Übersicht zum Thema "Twitter for Business" und zur aktuellen Medien-Berichterstattung über Twitter. Und darüber, wie Werbeagenturen mit "disruptive technologies" wie Twitter umgehen sollten, berichtet AdvertisingAge.
Montag, 23. Februar 2009
Twitter - Fakten
Über Twitter habe ich ja schon mal im Dezember 2007 geschrieben.Mittlerweile hat das Micro-Blogging-Service mehr als "abgehoben", wie die Entwicklung der Twitter-Nutzerzahlen zeigt. Ein Post auf TechCrunch befasst sich im Detail mit "The State of the Twittersphere", einem Report, der von HubSpot verfasst wurde.

Ein paar Fakten zu Twitter:
- Twitter hatte nach Schätzungen mit Ende 2008 über 5 Millionen User
- pro Tag werden zwischen 5000 und 10.000 neue Twitter-Accounts eröffnet
- 35% der Twitter-User haben weniger als 10 Follower
- Twitter hat (noch) kein Geschäftsmodell, konnte aber dennoch gerade erst 35 Mio. USD an Venture-Capital bekommen
18 Anti-Twitter Thesen & 30 Tipps zum erfolgreichen Twittern von PR-Blogger Klaus Eck
Wie Twitter von Unternehmen im Marketing eingesetzt werden kann, zeigt ein Kommentar auf Forbes.
Aja, und es gibt natürlich bereits Spekulationen darüber, ob/wann/warum Google Twitter übernehmen könnte. Siehe dazu zb im GoogleWatchBlog
Freitag, 20. Februar 2009
Die Zukunft der Medien in 50 Zitaten
medienlese.com hat Zitate zur Zukunft der Medien und zur Krise des Journalismus gesammelt: Was Journalisten, Medienmanager und Wissenschaftler in den vergangenen Monaten so alles zur Zukunft der Medien gesagt haben. Ein paar davon:
“Die atomare Konsumeinheit verändert sich durch die neuen Medien, früher war es ein Album, jetzt ist es, dank iTunes, ein Song. Früher war es eine ganze Zeitung, heute ist es ein einzelner Artikel.” (Google Vice President Marissa Mayer, Januar 2009)
"Komm hierher, kommt nicht hierher – es macht keinen Unterschied. Man kann Google an jeder Ecke des Internets finden. Verleger müssen wie Google denken. Sie denken aber meist noch wie Yahoo, der letzte Vertreter der alten Medienunternehmen im Netz. Yahoo will die Inhalte besitzen und die Menschen dazu bewegen, auf die Yahoo-Seite zu kommen. Diesen Menschen soll dann so viel Werbung wie möglich gezeigt werden. Das ist das alte Modell. Google dagegen verteilt seine Produkte über das Internet, seine Landkarten, seine Videos und seine Werbung. Das ist das neue Modell." (Jeff Jarvis, Autor des Buchs “What Would Google Do?”, Februar 2009)
“Die atomare Konsumeinheit verändert sich durch die neuen Medien, früher war es ein Album, jetzt ist es, dank iTunes, ein Song. Früher war es eine ganze Zeitung, heute ist es ein einzelner Artikel.” (Google Vice President Marissa Mayer, Januar 2009)
"Komm hierher, kommt nicht hierher – es macht keinen Unterschied. Man kann Google an jeder Ecke des Internets finden. Verleger müssen wie Google denken. Sie denken aber meist noch wie Yahoo, der letzte Vertreter der alten Medienunternehmen im Netz. Yahoo will die Inhalte besitzen und die Menschen dazu bewegen, auf die Yahoo-Seite zu kommen. Diesen Menschen soll dann so viel Werbung wie möglich gezeigt werden. Das ist das alte Modell. Google dagegen verteilt seine Produkte über das Internet, seine Landkarten, seine Videos und seine Werbung. Das ist das neue Modell." (Jeff Jarvis, Autor des Buchs “What Would Google Do?”, Februar 2009)
Freitag, 6. Februar 2009
CRM - Seminar
Am 9. April 2009 findet im IBM-Forum Wien wieder unser CRM-Seminar statt. Das Seminar vermittelt Know-how für die erfolgreiche Einführung von Customer-Relationship-Management im Unternehmen.
Das Seminar zeigt, wie durch CRM interne Prozesse optimiert werden und wie das Wissen über Kunden so genutzt werden kann, um Kundenbeziehungen effektiv zu gestalten. Die Seminar-Themen: CRM-Basics, CRM-Tools und ihre Hebelwirkung, Planung von CRM-Projekten, CRM-Systeme, eCRM
Das CRM-Seminar ist ideal für alle, die mit der Evaluierung und Einführung von CRM im Unternehmen befasst sind: Marketing-Manager, Sales–Manager, Geschäftsführer, Abteilungsleiter, CRM- und Customer-Service-Manager.
Infos & Anmeldung unter: CRM-Seminar
Das Seminar zeigt, wie durch CRM interne Prozesse optimiert werden und wie das Wissen über Kunden so genutzt werden kann, um Kundenbeziehungen effektiv zu gestalten. Die Seminar-Themen: CRM-Basics, CRM-Tools und ihre Hebelwirkung, Planung von CRM-Projekten, CRM-Systeme, eCRM
Das CRM-Seminar ist ideal für alle, die mit der Evaluierung und Einführung von CRM im Unternehmen befasst sind: Marketing-Manager, Sales–Manager, Geschäftsführer, Abteilungsleiter, CRM- und Customer-Service-Manager.
Infos & Anmeldung unter: CRM-Seminar
Mittwoch, 28. Januar 2009
Google Handy G1
Das weltweit erste Google-Handy ist nun auch in Österreich erhältlich. Ab 30. Jänner gibts das Google-Handy G1 exklusiv bei T-Mobile. Das vom koreanischen Hersteller HTC produzierte Gerät läuft mit dem von Google entwickelten Betriebssystem Android. Mit einem Klick auf den Touchscreen gelangt der G1-Nutzer zu Diensten wie Google Maps, Gmail oder YouTube. Als Google-Handy ist das G1 natürlich besonders auf die Internet-Suche ausgerichtet. Mit der One-Klick-Kontextsuche werden relevante Infos am G1 mit einer einzigen Fingerbewegung gefunden. Als weltweit erstes Handy bietet das T-Mobile G1 Zugang zur Plattform Android Market, über die man neue Services und Spiele herunterladen kann. Das G1 stellt sicher eine interessante Alternative zum Apple iPhone dar, die ersten Tests werden zeigen, welches Handy für die mobile Internet-Nutzung die bessere Wahl ist.
Donnerstag, 22. Januar 2009
Hausverlosung
Hausverlosungen als neuer Hype? Die Idee, Immobilien zu verlosen, statt sie zu verkaufen, liegt derzeit im Trend, da teure Objekte aufgrund der Finanzkrise keine Käufer finden. Zumindest nicht zu dem Preis, den sich die Besitzer vorstellen. Das erste Haus, das in Österreich per Hausverlosung den Besitzer wechselte, war am Dienstag eine 400-Quadratmeter-Villa in Kärnten. Lospreis: 99 Euro.
Die nächsten Haus-Verlosungen stehen bereits an, z.B. ein Haus auf dem Semmering in Niederösterreich inkl. 3.000-Quadratmeter-Grundstück. Der Besitzer hat seit dem Start der Haus-Verlosung am 1. Jänner nach eigenen Angaben bereits 8.000 von 10.999 Losen zu je 99 Euro verkauft. In Tirol, Vorarlberg, Wien und der Steiermark sind weitere Verlosungen bereits im Laufen oder geplant.
Im Fall der Kärntner "99-Euro-Villa" am Wörthersee wurde der Gewinner der Hausverlosung unter 9.999 Teilnehmern ermittelt. Bruttoerlös für den Verkäufer: 989.901 Euro. Gewinnt man bei einer Hausverlosung die "Katze im Sack"? An dieser Frage scheiden sich derzeit noch die Geister, obwohl etwa das Finanzministerium bisher keine formalen rechtlichen Bedenken gegen Hausverlosungen angemeldet hat. Dass die Immobilienmakler mit "99-Euro-Villen" per Hausverlosung keine Freude haben und vor der sprichwörtlichen "Katze im Sack" warnen, verwundert dagegen nicht...
Wer profitiert von Hausverlosungen, abgesehen von Verkäufer und Gewinner? Auf jeden Fall Notare und Webagenturen, da die Objekte zur Vermarktung der Verlosung ja eine "Homepage" benötigen, über die die Teilnahme, Registrierung etc. ermöglicht wird.
Der Verlosungs-Hype hat auch auf andere Objekte, wie z.B. Autos übergegriffen und bringt bereits zweifelhafte Geschäftsmodelle wie Auto-Verlosungen hervor, die wohl noch für einige Diskussionen sorgen werden: der gebrauchte Porsche 911 Turbo zum Los-Preis von 29 Euro bei 7999 Losen würde dem Grazer Verkäufer 231.197 Euro einbringen (Neupreis rd. 180.000 Euro).
Aber: Was passiert mit meiner Einzahlung, wenn zu wenig Teilnehmer mitspielen? "Das Geld wird abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von max. EUR 10,- pro Los rücküberwiesen" heisst es auf der Website www.autoverlosung-riepl.at...
D.h. dass der Porsche-Verlosungs-Veranstalter Herr Riepl in jedem Fall ein nettes Geschäft macht und im "Idealfall" rd. 80.000 Euro Bearbeitungsgebühr kassieren kann (7998 x 10 = 79.980), ohne dass der Porsche den Besitzer wechseln muss...
Die nächsten Haus-Verlosungen stehen bereits an, z.B. ein Haus auf dem Semmering in Niederösterreich inkl. 3.000-Quadratmeter-Grundstück. Der Besitzer hat seit dem Start der Haus-Verlosung am 1. Jänner nach eigenen Angaben bereits 8.000 von 10.999 Losen zu je 99 Euro verkauft. In Tirol, Vorarlberg, Wien und der Steiermark sind weitere Verlosungen bereits im Laufen oder geplant.
Im Fall der Kärntner "99-Euro-Villa" am Wörthersee wurde der Gewinner der Hausverlosung unter 9.999 Teilnehmern ermittelt. Bruttoerlös für den Verkäufer: 989.901 Euro. Gewinnt man bei einer Hausverlosung die "Katze im Sack"? An dieser Frage scheiden sich derzeit noch die Geister, obwohl etwa das Finanzministerium bisher keine formalen rechtlichen Bedenken gegen Hausverlosungen angemeldet hat. Dass die Immobilienmakler mit "99-Euro-Villen" per Hausverlosung keine Freude haben und vor der sprichwörtlichen "Katze im Sack" warnen, verwundert dagegen nicht...
Wer profitiert von Hausverlosungen, abgesehen von Verkäufer und Gewinner? Auf jeden Fall Notare und Webagenturen, da die Objekte zur Vermarktung der Verlosung ja eine "Homepage" benötigen, über die die Teilnahme, Registrierung etc. ermöglicht wird.
Der Verlosungs-Hype hat auch auf andere Objekte, wie z.B. Autos übergegriffen und bringt bereits zweifelhafte Geschäftsmodelle wie Auto-Verlosungen hervor, die wohl noch für einige Diskussionen sorgen werden: der gebrauchte Porsche 911 Turbo zum Los-Preis von 29 Euro bei 7999 Losen würde dem Grazer Verkäufer 231.197 Euro einbringen (Neupreis rd. 180.000 Euro).
Aber: Was passiert mit meiner Einzahlung, wenn zu wenig Teilnehmer mitspielen? "Das Geld wird abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von max. EUR 10,- pro Los rücküberwiesen" heisst es auf der Website www.autoverlosung-riepl.at...
D.h. dass der Porsche-Verlosungs-Veranstalter Herr Riepl in jedem Fall ein nettes Geschäft macht und im "Idealfall" rd. 80.000 Euro Bearbeitungsgebühr kassieren kann (7998 x 10 = 79.980), ohne dass der Porsche den Besitzer wechseln muss...
Freitag, 9. Januar 2009
Neue Werbeagentur: NitscheHagmann
Wie es ja schon im September offiziell bekannt wurde, hat nun mit Anfang 2009 Ex-Saatchi & Saatchi-CEO Michael Nitsche die Betreuung des Werbeetats von A1/mobilkom mit seiner neuen Werbeagentur übernommen.
Die Werbe-Agentur nennt sich "NitscheHagmann", firmiert unter Nitsche Werbe GmbH und startet mit einem ca. 15-köpfigen Team. Die Agentur hat ihr Office in 1070 Wien, Kaiserstraße 113-11.
Aktualisierung: 27.2.2010: ab jetzt heist die Agentur Nitsche Werbung -s. NITSCHE Werbeagentur
Die Werbe-Agentur nennt sich "NitscheHagmann", firmiert unter Nitsche Werbe GmbH und startet mit einem ca. 15-köpfigen Team. Die Agentur hat ihr Office in 1070 Wien, Kaiserstraße 113-11.
Aktualisierung: 27.2.2010: ab jetzt heist die Agentur Nitsche Werbung -s. NITSCHE Werbeagentur
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